{"id":487,"date":"2017-06-30T09:17:36","date_gmt":"2017-06-30T13:17:36","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/?p=487"},"modified":"2017-06-30T09:44:07","modified_gmt":"2017-06-30T13:44:07","slug":"dienstag-16-mai-2017-abends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/2017\/06\/30\/dienstag-16-mai-2017-abends\/","title":{"rendered":"Besuch in Santos Su\u00e1rez"},"content":{"rendered":"<p>Wieder in der Herberge Los Bertos, in die wir heute morgen wieder zur\u00fcck gezogen waren. Die Familie des Wohnungsgebers, oder vielleicht blo\u00df Wohnungsmanagers, lebt in Italien. Neben Miami und Florida lebt die gr\u00f6\u00dfte kubanische Exilsgemeinde angeblich in Milan. Nachdem wir das Gep\u00e4ck abgestellt hatten, waren wir wieder in die Altstadt gelaufen. Dort hatten wir f\u00fcr Mittag einen Tisch bei der vielgefragten Do\u00f1a Eutimia vorbestellt. Vorher hatten wir bei dem von Mikael Ringquist in Boston empfohlenen Perkussionslehrer und Babalao Antonio Gonzales in Matanzas angerufen und anschlie\u00dfend im Reiseb\u00fcro San Cristobal auf der Oficios-Stra\u00dfe Busfahrkarten nach Matanzas gekauft. Ohne die Verbindung mit Antonio h\u00e4tten wir nicht gewusst, ob es sich f\u00fcr uns lohnt, dort hin zu fahren. Die Dame im Reiseb\u00fcro meinte, um nach Sta. Clara (unser n\u00e4chstes Reiseziel, nach Matanzas) zu gelangen, m\u00fcssten wir \u00fcber Varadero reisen, Ziel der meisten Ferien- und Kurzreisenden wegen seiner wei\u00dfen Sandstr\u00e4nde, dem klaren Wasser und den intakten Korallenb\u00e4nken. Auf den Mittagstisch wartend begegneten wir einem jungen deutschen Paar, das wir schon einmal getroffen hatten. Sie erz\u00e4hlten uns von ihren Erfahrungen in Vi\u00f1ales und Las Terrazas, einer Art \u00d6ko-Siedlung westlich von Havanna.<\/p>\n<p>Do\u00f1a Eutimia war die Reservierung wert. Das Bier k\u00fchl, der gr\u00fcne Mojito angenehm beschwipsend, die Bedienung gut anzusehen. Das Publikum gemischt, d.h. nicht blo\u00df amerikanische und europ\u00e4ische Touristen, die allerdings mehrheitlich die kleinen Tische besetzten. Miriam hatte Fisch, von dem es auf der Speisekarte gehei\u00dfen hatte, er werde in einer roten Sauce und in Wei\u00dfwein gekocht. Wir fragten die freundliche Bedienung (Typ: blond und petite), was das hie\u00df. Sie meinte, es handle es sich um Tomatensauce mit einem Schuss Wei\u00dfwein. Ich bestellte die eingelegten St\u00fccke vom Schwein.<\/p>\n<p><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4267.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4267.jpg\" alt=\"IMG_4267\" class=\"size-full wp-image-489 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4270.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4270.jpg\" alt=\"IMG_4270\" class=\"size-medium wp-image-490 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4274.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4274.jpg\" alt=\"IMG_4274\" class=\"size-medium wp-image-491 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4275.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4275.jpg\" alt=\"IMG_4275\" class=\"size-medium wp-image-492 alignleft\" width=\"190\" height=\"257\" \/><\/a><\/p>\n<p>Miriam meinte sp\u00e4ter, sie seien ausgetrocknet gewesen, was auch stimmte. Man gesteht sich im Moment des Essens und noch-nicht-bezahlt-Habens, leicht anges\u00e4uselt und angesichts der Preise nicht gerne ein, dass das Essen, das man gerade genie\u00dft, nur gut und nicht perfekt ist. Dazu gab es Reis und Bohnen. Der Reis war etwas zu k\u00f6rnig, die Bohnen etwa so wie wir sie zuhause zubereiten: mit Zwiebeln, gr\u00fcnem Paprika, Essig und braunem Zucker, nur besser, da nicht aus der Dose. Wie wir sp\u00e4ter von Abel in Cotorro h\u00f6rten, sind die schwarzen Bohnen eine Sache des kubanischen Stolzes. Er gab uns sogar sein Geheimrezept preis! Vorspeise: Frittierte Taro B\u00e4llchen mit Honig. Nachtisch: Flan.<\/p>\n<p>Gestern hatten wir in der N\u00e4he eine bekannte Druckwerkst\u00e4tte besucht und dort z. T. sehr nette Arbeiten gesehen. Im kleinen Ausstellungsraum, der nicht mehr als ein Hinterzimmer war, fanden wir eine Serie von humorvollen, spielerisch ausgedachten und gekonnt ausgef\u00fchrten Radierungen, in denen ein Mensch auf dem Fahrrad auf provisorisch verbundenen Dr\u00e4hten herumfuhr. Mir gefiel das.<\/p>\n<div id=\"attachment495\" style=\"width: 202px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4264.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment495\" loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4264.jpg\" alt=\"IMG_4264\" class=\"wp-image-495 size-full\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment495\" class=\"wp-caption-text\">Druckwerkstatt in der N\u00e4he der Kathedrale von Alt-Havanna.<\/p><\/div>\n<p><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4265.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4265.jpg\" alt=\"IMG_4265\" class=\"size-full wp-image-496 alignleft\" width=\"256\" height=\"192\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vordergr\u00fcndig bunt und heiter, sah ich in den Bildern eine Metapher f\u00fcr die prek\u00e4re Lage eines Kubaners in einer Zeit des \u00dcbergangs mit ungewissem Ziel. Die politische Zensur zwingt die K\u00fcnstler zur Hintergr\u00fcndigkeit. Im Eingang der Werkstatt waren monochrome Drucke auf Papier und Gewebe zu sehen, von Gedichten begleitete B\u00e4umrindendrucke und Wellenlandschaften, die vielleicht das Beieinander von Land und See darstellten. Jedenfalls gro\u00df und schlicht gestaltet. Eindrucksvoll und ein Vorgeschmack auf die zeitgen\u00f6ssische kubanische Kunst and Kultur, die uns auch anderswo noch begegnete.<\/p>\n<p>Nach dem Essen suchten wir eine Herberge auf, die mir, ich wei\u00df nicht mehr von wem, empfohlen worden war, eine m\u00f6gliche Unterkunft f\u00fcr sp\u00e4ter, wenn wir nach Havanna zur\u00fcck kommen. Auf der Stra\u00dfe hielten wir bei einem kleinem Kaffeeausschank. Dort sprach Miriam eine Dame auf ihre Sandalen an, die ihr aufgefallen waren. Diese meinte, sie habe sie bei einem privaten Handwerker (<em>artesan<\/em>) auf der Obrapia gekauft, das sei gleich um die Ecke. Wir liefen ohnehin in die Richtung, um noch einmal die Preisliste im Fahrradverleih einzusehen, fanden jedoch weder Schuster noch Schuhgesch\u00e4ft. Die junge Fahrradmechanikerin (Typ: Frieda Kahlo in Overalls) meinte, es g\u00e4be Handwerker, die ihre Produkte auf einer <em>feria artesanales <\/em>auf der Obispo anboten. Dort fanden wir auch nicht das Richtige. Wir gingen schlie\u00dflich in unser Quartier zur\u00fcck und ruhten eine Stunde. Dann liefen wir die Neptuno in westlicher Richtung bis zur Infanta wo wir ein <em>collectivo <\/em>nach Santos Su\u00e1rez nahmen. Ein freundlicher Herr, der bis zur Wende in Berlin gelebt hatte, half uns mit Rat und Tat, sonst h\u00e4tten wir nicht gewusst, wie viel man f\u00fcr so ein <em>collectivo <\/em>als Fremder bezahlen soll. Am Ende war es Miriam, die mit dem Fahrer einig wurde.<\/p>\n<p>Santos Su\u00e1rez ist ein Stadtteil s\u00fcdlich von Centro-Habana. Wir trafen dort den Cousin von Rick Calleha, der aus Santiago de Cuba stammt und bei dem unsere beiden Kinder an der Brookline High School Spanisch gelernt haben. Wir verbrachten etwa zwei Stunden bei seinen Verwandten.<\/p>\n<div id=\"attachment516\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_5487.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment516\" loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_5487-300x225.jpg\" alt=\"IMG_5487\" class=\"wp-image-516 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_5487-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_5487.jpg 512w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment516\" class=\"wp-caption-text\">Selfie auf dem Parkplatz der Plaza de la Revolucion, mit Rick&#8217;s Cousin und Cousine in Havanna, aufgenommen bei einem sp\u00e4teren Wiedersehen. Mitte: unsere Tochter Rachel, die die letzten beiden Wochen unseres Kubaaufenthalts mit uns teilte.<\/p><\/div>\n<p>Ihre f\u00fcnfzehnj\u00e4hrige Tochter kam kurz nach Hause und gab allen einen Begr\u00fc\u00dfungs- und sp\u00e4ter einen Abschiedskuss. An den W\u00e4nden hingen vergr\u00f6\u00dferte Fotos von ihr aus der Reihe von professionellen q<em>uincea\u00f1era<\/em> Bildern, von denen es dann noch mehr im Hochglanzalbum und in einem Fake-Magazine zu bewundern gab; etwas <em>risqu\u00e9 <\/em>f\u00fcr unseren Geschmack, in der hiesigen Kultur aber v\u00f6llig unschuldig. H\u00e4tte unsere Tochter in dem Alter sicher auch gut gefunden. Das Haus der Familie erkannten wir schon von der Stra\u00dfe. In das schmiedeeiserne Tor war ein Davidstern eingearbeitet. Der Hausherr ist ein fr\u00f6hlicher und selbstbewu\u00dfter Jude, seine Frau Konvertitin. Die beiden T\u00f6chter sind j\u00fcdisch. Der Vater und die j\u00fcngere Tochter haben die israelische Staatsb\u00fcrgerschaft. Er hatte seinerzeit in einer Sonderschule in Ra\u2019anana freiwillig gearbeitet und hat Verwandte in Aschkelon und Beerscheba. Als Kapit\u00e4n des hiesigen j\u00fcdischen Softball-Teams bereitete er sich gerade auf die diesj\u00e4hrige Makkabia vor. Der Trip der Equipe nach Israel wird von amerikanischen Juden finanziert. Amerika ist das Land der Hoffnung, auch f\u00fcr die wenigen Juden Kubas.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch (dazu gab\u2019s Muttertags-Schokoladentorte und, f\u00fcr die M\u00e4nner, einen t\u00fcchtigen Whiskey) drehte sich um die unsicheren Wirtschaftsverh\u00e4ltnisse und den Irrsinn, dass es in einem so fruchtbaren Land an Nahrungsmitteln fehlt. Sie zeigten uns ihr Rationsbuch. Zum von der Regierung festgelegten Preis ist jede Person zu f\u00fcnf oder sechs Pfund Reis, drei Pfund Bohnen, f\u00fcnf Eiern, etwas \u00d6l und Salz berechtigt. Nur Zucker und Kaffee gebe es genug. Insgesamt zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Wasser und Elektrizit\u00e4t seien angeblich kostenlos. Andere, die wir sp\u00e4ter fragten, waren anderer Meinung. Trotz akuter Trockenheit spart man jedoch nirgends an Wasser oder Strom. Medizinische Versorgung und Erziehungswesen sind staatlich geregelt und kostenlos. Die \u00c4rzte und Lehrer verdienen jedoch sehr wenig, zwischen einem und drei Dollar (CUC) pro Tag. Viele verlegen sich auf die lukrative Tourismusbranche. Die neue Mittelschicht besteht daher nicht aus Beamten oder Hochgebildeten sondern aus Autobesitzern und Taxifahrern. Die <em>casas particulares <\/em>sprie\u00dfen wie Pilze aus dem Boden. Wohnraum gibt\u2019s genug und im Zweifelsfall vermietet man das eigene Schlafzimmer und zieht zu Verwandten. Je nach Weltlage dreht jedoch die Regierung der mittlerweile achtzigj\u00e4hrigen ehemaligen Revolution\u00e4re die unternehmerische Freiheitsschraube auf oder zu. Man wei\u00df nie, was kommt. Infolge der Implosion der Sowjetunion fehlte es an der gewohnten und lebensnotwendigen Unterst\u00fctzung aus dem Ausland. So kam es Mitte der neunziger Jahren zu einem Prozess der \u00d6ffnung gegen\u00fcber dem kapitalistischen Westen. Auch die Religion trat aus den Katakomben wieder ans Licht. Afrokubanische Kulte erstarkten besonders. Die fehlenden Phosphate f\u00fcr den Kunstd\u00fcnger f\u00fchrten zu einer forcierten Wende zum \u00f6kologischen Landbau. Zufallsprodukt der wirtschaftlichen Misere sind die letzten gesunden Korallenb\u00e4nke der Karibik.<\/p>\n<p><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4292.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4292-300x225.jpg\" alt=\"IMG_4292\" class=\"alignleft wp-image-498 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4292-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4292.jpg 512w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment502\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4296.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment502\" loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4296-150x150.jpg\" alt=\"IMG_4296\" class=\"wp-image-502 size-thumbnail\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment502\" class=\"wp-caption-text\">Eindr\u00fccke vom Abendspaziergang von Santos Suarez zur\u00fcck nach Alt-Havanna.<\/p><\/div>\n<p><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4293.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4293.jpg\" alt=\"IMG_4293\" class=\"size-medium wp-image-499 alignleft\" width=\"256\" height=\"240\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4294.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4294-198x300.jpg\" alt=\"IMG_4294\" class=\"size-medium wp-image-500 alignleft\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4294-198x300.jpg 198w, https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4294.jpg 360w\" sizes=\"(max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4297-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4297-1-225x300.jpg\" alt=\"IMG_4297\" class=\"size-medium wp-image-503 alignleft\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4297-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.bu.edu\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4297-1.jpg 384w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4298-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4298-1.jpg\" alt=\"IMG_4298\" class=\"size-full wp-image-504 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4299.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4299.jpg\" alt=\"IMG_4299\" class=\"size-medium wp-image-505 alignleft\" width=\"256\" height=\"192\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4300.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4300.jpg\" alt=\"IMG_4300\" class=\"size-medium wp-image-506 alignleft\" width=\"256\" height=\"192\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4301.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4301.jpg\" alt=\"IMG_4301\" class=\"size-medium wp-image-507 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4303.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4303.jpg\" alt=\"IMG_4303\" class=\"size-medium wp-image-508 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4304.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4304.jpg\" alt=\"IMG_4304\" class=\"size-medium wp-image-509 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a>Wir gingen zu Fu\u00df\u00a0nach Alt-Havanna zur\u00fcck, wo wir zun\u00e4chst einem der orts\u00fcblichen Trickbetr\u00fcgereien zum Opfer fielen. Wir wurden schon vor Antritt unserer Reise davor gewarnt, waren aber neugierig zu sehen, wie so etwas ablief. Wir lie\u00dfen uns in ein Lokal f\u00fchren, wo wir f\u00fcr uns und das junge kubanische Paar zur Erinnerung an Compay Segundo einen angeblich kostenlosen Drink bestellten. Was man uns servierte war ein w\u00e4sseriger Orangensaft. Die anf\u00e4nglich gespr\u00e4chigen und charmanten Kubaner verloren so langsam das Interesse. Unser Gespr\u00e4ch drehte sich im Kreis. Die Konzentration lie\u00df nach. Als uns die v\u00f6llig \u00fcberteuerte Rechnung pr\u00e4sentiert wurde, taten unsere Freunde, die angeblich au\u00dferdem ihr Jubil\u00e4um feierten, \u00fcberrascht und leugneten ab, sie h\u00e4tten irgendetwas damit zu tun. (\u201eWe don\u2019t work here.\u201c) Ich legte statt des verlangten Betrages von 24 CUC (ungef\u00e4hr 17 Euro) zwei konvertible Peso M\u00fcnzen auf den Tisch. Miriam verabschiedete sich auf Spanisch mit \u201eIhr solltet euch was sch\u00e4men.\u201c Der Barmann rief uns zwar noch protestierend hinterher aber niemand hielt uns auf, und so setzten wir unseren Spaziergang eilig fort. Ziel des Abends war El Chanchullero, eine bekannte Kneipe, in der das Essen gut und billig und die Drinks nicht verd\u00fcnnt seien. Nach langem Anstehen und Unterhaltung mit den anderen Touristen, die mit uns in der Schlange standen, teilten wir einen Tisch mit drei jungen M\u00e4nnern aus Australien, die zeitweise miteinander reisten. Einer lebte in Equador und arbeitete als kriminologischer Ausbilder in Quito, die beiden anderen waren Buchhalter in einer gro\u00dfen australischen Firma f\u00fcr finanzielle Dienste und unternahmen gemeinsam eine Weltreise.<a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4309.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4309.jpg\" alt=\"IMG_4309\" class=\"alignleft size-full wp-image-517\" width=\"256\" height=\"192\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4310.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4310.jpg\" alt=\"IMG_4310\" class=\"size-medium wp-image-518 alignleft\" width=\"256\" height=\"192\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4311.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4311.jpg\" alt=\"IMG_4311\" class=\"size-medium wp-image-519 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4312.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4312.jpg\" alt=\"IMG_4312\" class=\"size-medium wp-image-520 alignleft\" width=\"192\" height=\"256\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4313.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4313.jpg\" alt=\"IMG_4313\" class=\"size-medium wp-image-521 alignleft\" width=\"256\" height=\"192\" \/><\/a> <a href=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4314.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"\/mzank\/files\/2017\/06\/IMG_4314.jpg\" alt=\"IMG_4314\" class=\"size-medium wp-image-522 alignleft\" width=\"256\" height=\"192\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder in der Herberge Los Bertos, in die wir heute morgen wieder zur\u00fcck gezogen waren. Die Familie des Wohnungsgebers, oder vielleicht blo\u00df Wohnungsmanagers, lebt in Italien. Neben Miami und Florida lebt die gr\u00f6\u00dfte kubanische Exilsgemeinde angeblich in Milan. Nachdem wir das Gep\u00e4ck abgestellt hatten, waren wir wieder in die Altstadt gelaufen. 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